Besenreiser Entfernung

Besenreiser Entfernung
Besenreiser sollten nicht nur aus ästhetischen Gesichtspunkten entfernt werden sondern auch aus gesundheitlichen.

Besenreiser zählen zu den Venenleiden, ebenso wie Krampfadern. Es handelt sich bei Besenreisern um kleine blaue oder rote Äderchen im Bereich der Ober- und Unterschenkel. Der Name ist historisch bedingt und kommt daher, dass die Adern in Verzweigung und Form denen von kleinen Ästen ähneln, die früher zu Kehrbesen gebunden wurden.

Von Besenreiser sind öfter Frauen als Männer betroffen, überwiegend ab einem Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Die meisten Patienten, die etwas gegen Besenreiser unternehmen wollen, sind zwischen 30 und 70 Jahre alt.

Besenreiser können aufgrund einer Bindegewebeschwäche in den Beinen entstehen. Sie sind oft erste Anzeichen von einer weiterführenden Venenschwäche, die zu Krampfadern führen kann. Besenreiser lassen sich nach Farbe und Größe unterscheiden. Rote Besenreiser entstehen aus ganz kleinen Arterien, blaue Besenreiser aus kleinen Venen. Grundsätzlich können Besenreiser überall auftreten, meist sieht man sie aber an den Oberschenkeln, den Innenseiten der Unterschenkel sowie an den Fußrändern. Medizinisch betrachtet sind Besenreiser ungefährlich, es handelt sich „nur“ um ein ästhetisches Problem.

Die Ursachen für Besenreiser sind vielfältig: Sie können nach einer starken Gewichtsreduktion auftreten oder wegen einer vererbten Bindegewebeschwäche. Besenreiser können Vorboten von Krampfadern sein, prinzipiell sind sie nichts anderes als eine sehr kleine Form von Krampfadern.

In der modernen Medizin gibt es hautsächlich zwei Methoden der Bekämpfung von Besenreiser: Die Verödung, die wir in den folgenden Kapiteln näher darstellen, ist die häufigste und erfolgreichste Art der Bekämpfung. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Besenreiser mit Strom, Laser oder der sogenannten Blitzlampe zu behandeln.

Die Besenreiser-Verödung

Die erfolgreichste und beliebteste Methode, Besenreiser zu bekämpfen, ist die Verödung. Sie wird auch Mikrosklerotherapie genannt. Eine Betäubung ist meistens nicht notwendig, weil der Eingriff in der Regel schmerzfrei verläuft. Der Eingriff erfolgt somit auch ambulant und dauert normalerweise etwa 20 bis 30 Minuten.

Die Kosten sind für diesen relativ kleinen und unkomplizierten Eingriff vergleichsweise hoch. Patienten müssen mit etwa 200 bis 800 Euro rechnen, je nach Arzt und genauer Methode. Normalerweise bezahlen die Krankenkassen solche Eingriffe nicht, weil sie aus medizinischer Sicht nicht notwendig sind. Wenn Besenreiser allerdings an ungewöhnlichen Stellen wie im Gesicht auftreten, beteiligen sich die Kassen an der Behandlung.

Bei dem Eingriff spritzt der Arzt in die Venen, die an der Oberfläche als Besenreiser erkennbar sind, ein Verödungsmittel, welches die Gefäße verschließen soll. Für jede zu behandelnde Vene wird einmal gespritzt. Weil die Nadel sehr dünn ist, schmerzt diese Behandlung kaum. Allerdings kann die Injektion kurz für einen leicht brennenden Schmerz sorgen, der aber schnell wieder vorübergeht. Für ein optimales Ergebnis muss dieses Vorgehen eventuell wiederholt werden. Am Schluss werden die behandelten Stellen verbunden. Die behandelten Stellen sehen zunächst eher noch schlechter aus als zuvor, in der Regel wird der Erfolg dann aber nach wenigen Wochen sichtbar.

Möglicherweise muss die Besenreiser-Verödung nach einiger Zeit wiederholt werden, weil sich neue Besenreiser gebildet haben.

Risiken, Nebenwirkungen und Hinweise zur Besenreiserverödung

Die Besenreiser-Verödung ist grundsätzlich kein schwerer Eingriff. Die Methode gilt als sicher und risikoarm. Dennoch gibt es auch bei dieser Methode gewissen Risiken und Nebenwirkungen, die wir hier vorstellen.

Zunächst einige Hinweise zum Verhalten des Patienten nach dem Eingriff: Er sollte sich viel bewegen und die ersten etwa ein bis zwei Wochen Sauna- und Solarium-Besuche vermeiden. Intensiver Sport beziehungsweise harte körperliche Arbeit sollten in den ersten Tagen ebenso vermieden werden. In den ersten 24 Stunden nach der Behandlung empfehlen sich Watteröllchen, Verbände oder Strumpfhosen.

Mögliche Risiken beziehungsweise Nebenwirkungen sind: allergische Reaktionen auf das Verödungsmittel, Hautnervenschädigungen, kleine Hautgeschwüre durch Spritzen ins umliegende Gewebe (was aber wieder verheilt), Neubildung von Besenreiser, Schmerzen, Brennen, Hautirritationen.

Neben der Verödung beziehungsweise als parallele Maßnahme kann der Patient auch selbst aktiv mitwirken, um etwas gegen Besenreiser zu tun. So empfehlen Experten ein regelmäßiges Training der Bindegewebe der Beine und raten zu möglichst wenig Hitze in Form von heißen Bädern oder Sonneneinstrahlung. Wenn Hitze unvermeidbar war, sollten die Patienten danach die betroffenen Hautstellen gut kühlen.

Laserbehandlung gegen Besenreiser

Wer unter nicht allzu stark ausgeprägten Besenreisern leidet, kann es als alternative Behandlungsmöglichkeit mit einer Laserbehandlung probieren. Bei nur kleinen Reisern verspricht dies durchaus eine gute Verbesserung.

Die Laserbehandlung ist ein medizinischer Eingriff, den Fachärzte wie Dermatologen oder Venologen vornehmen. In spezialisierten Kliniken gibt es ebenfalls Angebote einer Besenreisen-Laserbehandlung, möglich ist hier auch eine Kombination von Verödung der größeren Adern und Laserbehandlung der kleineren Adern.

Es gibt verschieden gepulste Laserarten, empfehlenswert für diese Behandlung sind langwellige Laser, weil sie tiefer ins Gewebe eindringen können. Die Laser absorbieren die erweiterten Adern, wodurch die undichten Venen verklebt werden. Dabei werden die oberen Hautschichten verschont, so dass keine unerwünschten Nebenwirkungen entstehen können. Die Behandlung an sich ist fast frei von Risiken und Nebenwirkungen, allerdings kann sie leichte Schmerzen und Rötungen oder Juckreiz an den betroffenen Stellen verursachen.

Je nach Umfang und Tiefe der zu behandelnden Reisern bedarf es manchmal mehrerer Behandlungen mit dem Laser. Eine Behandlung kostet üblicherweise zwischen etwa 250 und 750 Euro, je nach Arzt beziehungsweise Klinik und Umfang des Eingriffs.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten gegen Besenreiser

Wenn sich Patienten vor den Kosten oder Risiken eines medizinischen Eingriffs in Form einer Verödung oder einer Laserbehandlung scheuen, können sie das Problem der Besenreiser auch mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten angehen. Zwar sind die sogenannten Naturheilverfahren umstritten, zumal es keine wissenschaftlich verwertbaren Erfolgs-Statistiken gibt, aber grundsätzlich können Besenreiser auch mit Kräutern oder Cremes erfolgreich behandelt werden.

Ein erster Schritt in solchen Fällen sollte den Patienten zu einem Heilpraktiker führen, der den Patienten über die Möglichkeiten mit Kräutern, Tinkturen, Cremes oder Salzen informiert und auslotet, ob diese in der individuellen Situation des Patienten sinnvoll sind. Als Heilkraut ist bisher lediglich eine Essenz namens Abrotanum, das auch als Eberraute bezeichnet wird, bekannt. Auch die bekannten Schüssler-Salze werden von einigen Heilpraktikern empfohlen.

Es gibt auch die Möglichkeit, Cremes oder Salben mit hohem Vitamin K1-Anteil einzusetzen. Diese werden zweimal täglich aufgetragen und sollen die Gerinnungsfähigkeit und Konsistenz des Blutes positiv beeinflussen. Zudem sollen sie die körpereigenen Enzyme dabei unterstützen, die Zirkulation des Blutes zu fördern.

Je nach Art der alternativen Behandlungsmöglichkeiten sind diese wesentlich günstiger als die medizinischen Eingriffe. Bei nicht zu starker Ausprägung sollten Patienten zunächst diese Möglichkeit probieren, ehe sie zu einer Verödung oder Laserbehandlung schreiten.

Vorbeugung von Besenreisern

Wer zu Besenreisern neigt, muss auch nach einer erfolgreichen Behandlung damit rechnen, dass sie sich immer wieder neu bilden. Mit einem entsprechenden Lebenswandel kann man die Bildung zwar nicht ganz verhindern, aber die Ausprägung und Schnelligkeit der Neubildung positiv beeinflussen.

Um wirksam der Neubildung vorzubeugen, sollten Patienten folgende Maßnahmen so gut und umfangreich wie möglich beachten: Viel Bewegung ist besonders wichtig, weil dadurch das Blut besser zirkuliert und somit die Neubildung von Besenreisern verlangsamt wird. Gute Sportarten sind beispielsweise Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Ebenfalls zur verbesserten Blutzirkulation dienen Wechselduschen (abwechselnd kalt und warm duschen).

Des Weiteren kann es förderlich sein, keine allzu enge Kleidung zu tragen, sich ausgewogen und möglichst gesund zu ernähren sowie viel zu trinken. Auch können Patienten, die unter Besenreisern leiden, regelmäßig Kompressionsstrümpfe tragen, dies kann die Neubildung ebenfalls verhindern beziehungsweise verlangsamen.

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