Brustoperationen in Polen

Brustoperationen in Polen
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Schönheitsoperationen weltweit

Abbildung 1: Diese Grafik zeigt, dass Brust- und Gesichts-OPs die häufigste Form von Schönheitsoperationen weltweit sind.

Die weltweit am dritthäufigsten durchgeführte Schönheitsoperation mit einem Anteil von 14 Prozent ist die Brustvergrößerung, wie Untersuchungen der International Survey on Aesthetic/Cosmetic aus dem Juli 2015 zeigen (Quelle: statista.com).

Abbildung 1: Diese Grafik zeigt, dass Brust- und Gesichts-OPs die häufigste Form von Schönheitsoperationen weltweit sind.

Da die Brustvergrößerung jedoch nur eine spezielle Form der Brustoperation ist, gibt die Statistik ein etwas schiefes Bild ab. Die Grafik in Abbildung 1 korrigiert dieses, indem unter Brustoperationen sowohl die Brustvergrößerung, als auch das Brustlifting, die Brustverkleinerung und auch die Brustüberarbeitung zusammengefasst werden. Insgesamt machen Brustoperationen so 26,6 Prozent im weltweiten Vergleich der Schönheitsoperationen aus.

Die Gründe für eine Schönheitsoperation sind vielfältig und doch meist recht individuell. Den eigenen Körper so zu verändern, dass er den persönlichen Idealvorstellungen entspricht, steht dabei im Fokus. Ebenso wie Brustoperationen immer beliebter werden, entwickeln sich die Operationstechniken immer weiter. Inzwischen haben Patientinnen die Wahl zwischen mehreren Varianten. Eine gute, professionelle und transparente Beratung ist Grundvoraussetzung für eine vertrauensvolle Beziehung zum Arzt und die Basis, um eine Entscheidung treffen zu können.

Die medizinischen Fakten

Jede Operation ist ein Eingriff am Körper eines Menschen – und jede Brustoperation ist ein ganz spezieller Eingriff im Leben einer Frau, da gerade deren Weiblichkeit auch zu einem großen Teil über ihre Brust definiert wird. Wer sich einem medizinischen Eingriff stellt, muss sich der medizinischen Fakten bewusst sein.

Gründe für eine Brustoperation

Lange Zeit behalfen sich diejenigen, die auf der Suche waren nach der perfekten Brustgröße und der perfekten Brustform mit Umfragen, in denen die Vorlieben der Frauen und Männer abgefragt wurden. Im Jahr 2015 brachte dann eine Attraktivitätsstudie eine mathematische Formel hervor, die die Vermessung der „perfekten“ Brust ermöglichen sollte – und als Leitfaden dienen kann für das Ergebnis, was von einer Brustoperation erwartet wird.

Die perfekte Brust in Zahlen

]Dr. Patrick Mallucci nennt diese mathematische Formel zur Berechnung der optisch perfekten Brust: 45 Prozent des Brustvolumens liegen oberhalb des Nippelmeridians, 55 Prozent darunter. Die Brustwarze weist im mittleren Winkel nach oben. Die Körbchengröße sei indes weniger bedeutend als die Symmetrie der Brust. (Quelle: welt.de) Zu bezweifeln bleibt, ob sich frau buchstäblich vermisst oder ob das subjektive Empfinden maßgeblicher Grund für die Entscheidung für eine Brustoperation ist. In der Regel werden nämlich diese Gründe für eine Brustoperation angeführt.

  • Die Optik der Brust genügt den Ansprüchen der Frau nicht. Dies kann Schönheitsidealen in den Medien geschuldet sein oder aber biologisch bedingt sein. Die häufigsten Gründe sind hierbei sind ein großer Gewichtsverlust, eine lange Stillzeit von mehreren Kindern, eine medizinisch notwendige Operation beispielsweise nach einer Krebserkrankung. Doch es gibt auch Fehlformen, die sich mit Ausreifung der Brust ausgebildet haben.
  • Die Größe der Brust führt zu medizinischen Folgeproblemen. Wer vielleicht von so mancher Frau um eine sehr große Brust beneidet wird, leidet nicht selten an Wirbelsäulenproblemen, Kopfschmerzen oder gar Hautinfektionen an der aufliegenden Unterseite der Brust. Auch dies können Gründe für eine Brustoperation sein.

Grundsätzlich entscheiden sich Frauen meist dann für eine Brustoperation, wenn der Leidensdruck zu groß wird und die Brust gar als Makel empfunden wird, die unbehandelt zu psychischen Problemen führen könnte.

Verfahren und Varianten einer Brustoperation

Grundsätzlich gibt es diese verschiedenen Verfahren, mit denen die weibliche Brust modelliert werden kann.

  • Die Brustvergrößerung
  • Die Brustverkleinerung
  • Die Bruststraffung

Der Hauptfokus soll auf die Verfahren der Brustvergrößerung (1) und der Bruststraffung (3) gerichtet werden. Die Brustverkleinerung soll an dieser Stelle ausgeklammert bleiben.

Brustvergrößerung durch den Einsatz von Implantaten

Die gängigste und wohl auch bekannteste Methode, um die weibliche Brust zu vergrößern, ist eine Operation unter Vollnarkose, bei der Implantate zur Vergrößerung der Brust genutzt werden. Je nach der Größe und dem Material des Implantats wird dann entschieden, ob das Implantat

  • über die Hautfalte unter der Brust,
  • über das Gewebe rund um die Brustwarze oder
  • über die Achselhöhle operativ eingesetzt wird.

Beim inframammären Zugang über die Falte unter der Brust (Variante 1) wird ein Schnitt von etwa drei bis vier Zentimeter Länge direkt in der Brustfalte gesetzt. Durch diese Öffnung wird das Implantat vergleichsweise einfach über oder unter dem Brustmuskel platziert. Der Nachteil: Der Schnitt wird in der Brustfalte sichtbar bleiben. Beim periareolären Zugang über einen Schnitt um den Brustwarzenhof herum (Variante 2) wird das Implantat eingeführt und auf dem Brustmuskel platziert.

Der Eingriff ist schwieriger als Variante 1 und eignet sich durch die kleine Öffnung nur bei Implantaten, die sehr klein sind oder bei Kissen, die erst im Nachgang gefüllt werden. Der Vorteil jedoch liegt darin, dass die Narbe kaum sichtbar sein wird. Der axilläre Zugang über die Achselhöhle (Variante 3) ist die größte Herausforderung für den Chirurgen, weil durch einen drei Zentimeter langen Schnitt in der Achselhöhle ein Tunnel zur Brust entstehen muss, durch den das Implantat dann geschoben wird, bis es richtig platziert werden kann. Frauen profitieren insofern von dieser Methode, da es kaum zu sichtbaren Narben kommt. Die Schmerzen und Einschränkungen verlagern sich indes auf den Arm- und Schulterbereich.

Brustimplantate

Grundsätzlich gibt es zwei Formen von Brustimplantaten: eine runde Form, die meist diejenigen wählen, die sich aus optischen und ästhetischen Gründen für eine Brustoperation entscheiden. Die runde Form des Implantats bewirkt einen Push-up-Effekt ohne den entsprechenden BH. Anatomisch geformte Brustimplantate haben indes eine tropfenartige Form und wirken natürlicher.

Alternativen zur Brustvergrößerung mit Implantaten: Eigenfett und Hyaluronsäure

Die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist eine noch vergleichsweise junge Methode, die erst seit den 1990er Jahren zum Einsatz kommt. Das Verfahren funktioniert so: Körpereigenes Fett wird an einer anderen Körperstelle (etwa am Bauch) entnommen und direkt unter der Brusthaut wieder in den Körper injiziert. Das Fett kann im Vorfeld mit Stammzellen angereichert werden, um das Einwachsen des Gewebes zu begünstigen. Besonders schonend ist dieses Verfahren durch die minimal-invasive Methode.

Zum Einsatz kommen kann diese Variante indes nur, wenn die Modellierung von Brüsten gewünscht ist. Die Injektion von Hyaluronsäure gestaltet sich ähnlich problemlos. Die Hyaluronsäure ähnelt der körpereigenen Form des Stoffes sehr stark, was die Injektion des Gewebefüllers sehr verträglich macht. Der Volumenaufbau kann durch die Injektion von Hyaluronsäure gleich zwei Dinge bewirken: Eine Brustvergrößerung um eine Körbchengröße sowie eine Straffung des Brustgewebes. Dauerhaft bleibt die neue Brust indes nur durch regelmäßige Nach-Injektionen von Hyaluronsäure erhalten, denn der Stoff wird im Körper abgebaut.

Die Methoden der Bruststraffung

Grundsätzlich ist eine Bruststraffung bei jeder Brust möglich, das heißt, dass eine Brust, die durch Gewichtsreduktion oder Schwangerschaft nicht mehr straff ist, ebenso mit dem Verfahren der Bruststraffung behandelt werden kann wie etwa eine große Brust, deren natürliche Gewebe- und Spannkraft nicht ausreicht, um die Brust zu tragen.

Ausschlaggebend für die jeweilige Operationsmethode sind die Brust, das Bindegewebe und die Brustwarze. Allen Methoden ähnlich ist die Tatsache, dass das schlaffe Gewebe gestrafft, überschüssiges Gewebe entfernt und die Brustwarze infolgedessen weiter nach oben gesetzt wird. Eine Kombination der Bruststraffung mit einem Verfahren der Brustvergrößerung ist in der Praxis durchaus umsetzbar.

Risiken einer Brustoperation

Da es sich beim Einsetzen von Brustimplantaten um eine Operation handelt, sind neben den Narkoserisiken auch andere Risiken denkbar, über die Patientinnen im Vorfeld informiert sein müssen. Diese Risiken birgt eine Brustoperation:

  • Wundheilungsstörungen
  • Blutergüsse
  • Infektionen
  • Gefühlsbeeinträchtigungen an der Brustwarze
  • Kapselfibrose (Verhärtung der Bindegewebskapsel, die sich um das Implantat bildet)

Ähnliche Komplikationen können auch bei einer Bruststraffung auftreten. Bei dieser Art von Brustoperation ist insbesondere die Schwellung der Brust meist langwieriger als bei Brust vergrößernden Operationen.

Narkosevarianten

Insbesondere die Verfahren, bei denen mithilfe von eigenem Fettgewebe oder Hyaluronsäure die Brust in Form gespritzt wird (mittlerweile aber auch zunehmend häufiger beim Einsatz von Implantaten), bringen die Möglichkeit einer Lokalanästhesie mit sich, die schonender für den Organismus des Menschen ist und auch für Risikogruppen wie Raucher, Allergiker und übergewichtige Menschen weniger Gefahren bringt als eine Vollnarkose.

Um die Behandlung dennoch entspannt erleben zu können, wird häufig die Option „Dämmerschlaf“ anstatt Vollnarkose angeboten. Hierbei werden Medikamente verabreicht, die die Patientin in einen angenehmen Dämmerschlaf versetzen. Die Vorteile einer Lokalanästhesie sich dabei umfangreich:

  • Die Patientin kann durch die Lokalanästhesie sogar kurz aufstehen, um im Stehen den Sitz der Implantate zu begutachten.
  • Die Patientin kann sich direkt nach dem Eingriff selbstständig bewegen, sich auf dem Zimmer ausruhen oder sogar die Klinik verlassen.
  • Schnell nach dem Eingriff ist es der Patientin erlaubt zu essen und zu trinken.
  • Übelkeit, die häufig auf eine Vollnarkose zurückgeführt wird, ist bei einer Lokalanästhesie nicht der Fall.

Die Narbenbildung nach einer Brustoperation

Plastische Chirurgen, die die Brustoperation durchführen, achten in jedem Fall darauf, dass das Operationsverfahren möglichst wenig Narben hinterlässt, gleich wohl ist es aber in jedem Fall abhängig vom Operationsverfahren, ob bzw. wo sich Narben bilden. Beim wohl einfachsten Operationsverfahren, dem inframammären Zugang über die Unterbrustfalte wird eine Narbe nur dann sichtbar, wenn die Patientin nackt auf dem Rücken liegt oder die Arme stark in die Höhe reckt.

Ähnlich unauffällig wird die Narbe beim axillären Zugang sein. Hierbei ist die Sichtbarkeit der Narbe auch abhängig von der Pflege der Achsel. Das geringste Risiko einer Narbe gibt es beim periareolären Zugang, bei dem der Schnitt am Brustwarzenhof erfolgt. Allerdings ist diese Methode auch nicht bei allen Frauen möglich, da es durch die Größe des Brustwarzenhofs und des Wunsch-Implantats natürliche Begrenzungen gibt. Eine ganz unauffällige Näh-Variante der plastischen Chirurgen hilft zudem, dass kaum sichtbare Narben zurückbleiben.

Darüber hinaus werden mittlerweile spezielle Wundpflaster und Druckverbände aufgelegt, die zudem das Ausheilen der Narbe positiv begünstigen. Frauen, die bekanntermaßen zu einer überschießenden Narbenbildung neigen, sollten dies bereits bei der Vorbesprechung mitteilen.

So lange dauert es bis zum finalen Resultat

Das Resultat einer Brustoperation kann nur so gut werden, wie auch die Vor- und Nachsorge der kompletten Behandlung ist. Eine eingehende Untersuchung der Brust sowie wichtige Hinweise, wie etwa auf Schmerzmittel, Alkohol und Schlafmittel zu verzichten, gehören zur seriösen Vorbereitung einer Brustvergrößerung. Der Eingriff selbst dauert je nach Methode ein bis zwei Stunden und wird in Vollnarkose oder unter Lokalanästhesie durchgeführt.

Die Form der Narkose zeigt an, wie lange der stationäre Aufenthalt der Patientin sein wird, denn: Nach einer Vollnarkose sind ein bis zwei Tage Klinikaufenthalt die Norm. Nach einer Lokalanästhesie könnte die Patientin sogar noch am selben Tag die Klinik verlassen. Die Arbeitsfähigkeit stellt sich in aller Regel nach etwa ein bis drei Woche wieder ein. Nur körperliche Arbeit und Sport ist für mindestens zwei Monate tabu. Besonders gut funktioniert der Heilungsprozess mit einem speziellen BH, der im ersten Monat nach der Operation ununterbrochen getragen werden muss.

Experten schätzen den individuellen Heilungsprozess sehr differenziert ein und gehen davon aus, dass das finale Ergebnis in etwa sechs bis neun Monate nach dem Eingriff feststeht. Auch bei einer Bruststraffung erfolgt eine ähnliche Form der Vorsorge und auch Nachsorge. Ein bis zweieinhalb Stunden werden in der Regel für eine Bruststraffung veranschlagt. Die Vorbereitung der Operation dauert allerdings länger, weil genau angezeichnet werden muss, wie die Brust modelliert werden soll. Anschließend muss ein spezieller Stütz-BH angelegt werden. Sind erst die Drainagen entfernt, kann nach etwa 48 Stunden wieder geduscht werden.

Expertentipps und Erfahrungsaustausch

Nicht jeder Körper reagiert gleich auf eine Brustoperation, deswegen ist es vergleichsweise schwierig genau Auskunft darüber zu geben, wann was erlaubt ist und welche Maßnahmen wogegen helfen. Dennoch gibt es einige grundlegende Tipps, die von Experten stammen oder aus Erfahrungen von Betroffenen stammen:

  • Auf risikoreiche und besonders anstrengende Sportarten sollte für etwa zwei Monate verzichtet werden, um das frische Narbengewebe nicht zu sehr zu strapazieren. Wandern und Schwimmen hingegen bietet sich an, sobald die Wunden verheilt sind. Grundsätzlich gilt jedoch: Bei jeder sportlichen Aktivität sollte der Sport-BH getragen werden. Extremsportarten sind erst nach sechs Monaten wieder erlaubt.
  • Wer mit dem Gedanken spielt, ein paar Pfunde abzuspecken, sollte dies vor der Brustoperation tun. Wer nach dem Einsetzen von Brustimplantaten an die zehn Kilogramm abnimmt, riskiert, dass die Brust anschließend wieder hängt.
  • Die Brüste nach einer Brustoperation zu kühlen, mit Quarkwickeln die Schwellung einzudämmen und abschwellende homöopathische Mittel einzunehmen, ist hilfreich, um die Zeit nach der Operation so schmerzfrei wie möglich zu gestalten.
  • Der Stütz-BH sollte gut gepolstert sein und die Größe haben, die nach der Brustoperation passt, ohne die neuen Brüste einzuengen.
  • Duschen ist nach dem Entfernen der Nähte erlaubt. Sauna, Solarium und andere Bäder dürfen frühestens sechs Wochen nach der Operation wieder besucht werden.
  • Keine Frau muss Angst haben, im Falle einer Schwangerschaft ihr Kind nicht stillen zu können, weil sie sich die Brust hat vergrößern lassen. Hierbei gilt: Die Funktion der Brust verändert sich nicht, deshalb ist das Stillen möglich. Was aber bedacht werden sollte, ist die Tatsache, dass sich der weibliche Körper im Zuge einer Schwangerschaft stark verändert. Das Resultat nach der Brustoperation wird nicht mit dem nach der Schwangerschaft vergleichbar sein, daher bleibt zu überlegen, ob eine Brustoperation nicht erst nach Abschluss der Familienplanung Sinn macht.

Kosten für Brustvergrößerungen in Polen

Niedrige Kosten – schlechte Qualität? Das gilt nicht für Brustoperationen in Polen, denn diese können dort in erster Linie deswegen günstig angeboten werden, weil die Personalkosten beim polnischen Nachbar im Vergleich zu Deutschland sehr gering sind. 60 bis 70 Prozent Ersparnis im Vergleich zur Operation in Deutschland sind in Polen durchaus üblich.

Kosten für medizinische Verfahren

Wer sich dafür entscheidet, eine Brustvergrößerung in Polen durchführen zu lassen, der muss mit Preisen rechnen, die bei circa 1.500 Euro beginnen und bis zu knapp 4.000 Euro reichen. Die Preisspanne ist groß und auch die Leistungen, die sich jeweils dahinter verbergen, könnten unterschiedlicher nicht sein – obgleich gerade diese den Ausschlag darüber geben, ob eine Brustoperation in Polen wirklich eine preislich interessante Alternative ist.

Wer sich für eine Brustoperation in Polen entscheidet, der muss andere Parameter berücksichtigen als jemand, der in die nächst gelegene deutsche Schönheitsklinik geht, denn: Neben den Kosten für das medizinische Verfahren fallen im Ausland insbesondere auch für die Unterkunft der Patientin und etwaiger Begleitpersonen an.

Eine Kostenerstattung ist selten

Auf die Kostenerstattung für eine Brustoperation zu warten, ist ein fast schon hoffnungsloses Geduldsspiel, denn Krankenkassen zahlen nur in den seltensten Fällen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Brustoperation bzw. bezuschusst diese,

  • wenn eine medizinische Begründbarkeit vorliegt wie etwa bei der Behebung von Asymmetrien der Brust.
  • wenn eine medizinische Indikation die Operation nötig macht wie etwa nach einer Tumor-Operation.
  • wenn die Operation dabei helfen kann, das psychologische Ungleichgewicht auszumerzen, welches Frauen verspüren, die unter zu kleinen oder zu großen Brüsten leiden.

Vergleich der Kosten in Polen und in Deutschland

Wie eingangs erwähnt, belaufen sich die Kosten für eine Brustoperation in Polen auf Summen zwischen 1.500 und 4.000 Euro. Diese Preisspanne kommt durch etwaige Sonderleistungen zustande, kurz: Bei den günstigeren Angeboten ist häufig die Verpflegung exklusive wohingegen die teuren Angebote für 4.000 Euro nicht selten ein All-inclusive-Paket darstellen. Die Kosten für Brustoperationen in Deutschland liegen hingegen zwischen 4.000 und 8.000 Euro – und zwar rein für die medizinische Behandlung der Patientin (inklusive Operation, Implantat und Krankenhausaufenthalt).

Vergleich der (medizinischen) Leistungen

Die Kosten, die in Deutschland rund doppelt so hoch ausfallen können wie in Polen, entfallen auf die medizinischen Leistungen wie etwa auf die Operation selbst und die Implantate, die bei der Brustvergrößerung eingesetzt werden. Die breite Kostenrange ist dadurch zu erklären, dass auch Implantate in unterschiedlichen Preiskategorien zu bekommen sind, bzw. sich die Gewährleistung dafür von Klinik zu Klinik stark unterscheidet – und das wirkt sich letztlich auf den Preis aus.

Die Kosten, die für Brustoperationen in Polen angesetzt werden, umfassen indes medizinische Leistungen und Leistungen, die den Aufenthalt in Polen nicht zum Krankenhausaufenthalt machen, sondern zum Ausflug in eine andere Kultur inklusive rehabilitativer, gesundheitsverbessernder Aktionen, kulturellen Ausflügen und einem ganz praktischen Detail wie etwa einem Übersetzer, der für die reibungslose Kommunikation zwischen Arzt und Patientin verantwortlich zeichnet.

Checkliste für Patientinnen

Wer sich aus ganz individuellen Gründen dafür entschieden hat, eine Brustvergrößerung in Polen machen zu lassen, sollte diese Voraussetzungen erfüllen, um gut gewappnet ins Ausland fahren zu können.

  • Möglichkeiten prüfen. Nicht jede Form der Brustoperation ist bei jeder Frau möglich. Deswegen sollten Interessierte sich mit einer möglichst detailliert aufgeschlüsselten Krankengeschichte an die Wunsch-Praxis in Polen wenden, um dort zu erfahren, ob der Eingriff überhaupt möglich ist.
  • Voruntersuchungen absolvieren. Eine Brustkrebs-Untersuchung, eine Unterschalluntersuchung und aktuelle Blutwerte sind häufig Grundvoraussetzung, um sich für eine Brustoperation anzumelden. Wer dies nicht tut, verspielt im schlimmsten Fall den Termin der Operation.
  • Urlaub beantragen. Eine ästhetische Begründung – also der reine Wunsch nach einer „schöneren“ Brust – bedeutet auch, dass keine Krankenkasse für den Krankenhausaufenthalt und die medizinischen Leistungen aufkommt – und, dass keine Krankschreibung möglich ist, sondern die Frau Urlaub nehmen muss. Eine dreiwöchige Schonzeit nach der Operation wird von Experten angeraten, deswegen sollte die Urlaubszeit entsprechend umfangreich ausfallen.
  • Körperlich vorbereiten. Keine Schmerzmittel, keine Schlafmittel, kein Alkohol, kein Nikotin – so lautet die noch vergleichsweise übersichtliche Gebote-Liste zwei Wochen vor der Brustoperation.
  • Privatleben organisieren. Besonders leicht ist das, wenn aus der Brustoperation kein Geheimnis gemacht werden muss. Ist dies doch der Fall, muss genau geklärt sein, wer nach der Operation informiert werden darf und soll. Idealerweise fährt eine informierte nahestehende Person mit nach Polen, um dort als emotionale Stütze zu dienen und auch bei der Rückreise behilflich zu sein, wenn beispielsweise das Gepäck nicht mehr getragen werden darf.
  • Praktisch packen. Wem bereits das Packen für eine Reise schwerfällt, der wird sich nun besonders schwertun, die richtigen Sachen für die Tage in Polen einzupacken. Wichtig sind Kleidungsstücke wie ein Stütz-BH, Oberteile mit Knöpfen sowie grundsätzliche bequeme Kleidung sowie Dinge zum Zeitvertreib (Bücher, Zeitschriften, Tablet, etc.).
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