Die Brustwarzenkorrektur

Brustwarzenkorrektur
Besonders nach der Schwangerschaft sind einige Frauen mit ihren (größeren) Brustwarzen nicht mehr zufrieden.

Für die Ästhetik und die Funktion der weiblichen Brust spielen unter anderem die Brustwarzen eine große Rolle. Viele Frauen sind an sich mit ihrer Brust zufrieden, aber mit den Brustwarzen nicht. Dies hat hauptsächlich zwei Ursachen.

Frauen leiden unter zu großen Brustwarzen, dies tritt häufig nach einer Schwangerschaft auf, wenn der Brustwarzenhof größer als zuvor ist. Die Folgen sind leichte Entzündbarkeit durch die ständigen Reize, denen die größeren Brustwarzenhöfe ausgesetzt sind. Zudem leiden viele Frauen an der ungewohnten und ihrer Ansicht nach nicht mehr so schönen Ästhetik wie zuvor.

Das zweite Problem besteht in den so genannten Schlupfwarzen. Dabei handelt es sich um eingezogene Brustwarzen, die sich nach innen richten und sich zeitweise oder nie nach außen wölben können.

Beide Probleme können mit einer vergleichsweise einfachen Operation behoben werden. Die Form und Größe der Brustwarzen kann entweder allein oder kombiniert mit anderen Brustkorrekturen wie Vergrößerung oder Verkleinerung korrigiert werden.

Auf diesem Ratgeber-Portal erklären wir, wie es zu Problemen an den Brustwarzen kommt und wie eine Brustkorrektur-Operation genau abläuft.

Probleme an den Brustwarzen

Wenn Frauen mit ihrer Brust beziehungsweise mit ihren Brustwarzen Probleme haben, ist das zum einen ein körperliches, zum anderen aber auch ein psychisches Problem. Das Selbstbewusstsein kann sinken.

Es gibt zwei potentielle Probleme bei den Brustwarzen der Frauen: Da ist das Phänomen, dass nach einer Schwangerschaft die Brustwarzenhöfe vergrößert bleiben. Diese vergrößerten Brustwarzenhöfe neigen ziemlich leicht zu schmerzhaften Entzündungen durch die Reize, denen sie ausgesetzt sind.

Und da gibt es die so genannten Schlupfwarzen, ein Phänomen, welches noch häufiger operiert wird. Dabei sind die Brustwarzen eingezogen oder eingefallen. In solchen Fällen ist das Entzündungsrisiko ebenfalls hoch. Normalerweise ist bei den betroffenen Frauen die Stillfähigkeit beeinträchtigt, da dieses Phänomen durch eine Verkürzung der Milchgänge verursacht wird.

Beide Formen der genannten Brustanomalien lassen sich durch einen relativ einfachen Eingriff korrigieren lassen. Diese Operationen gehören zum Feld der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Es geht dabei aber um mehr als um die Beseitigung kleiner Schönheitsfehler. Die Frauen empfinden unerwünschte Veränderungen an den Brustwarzen oder am Warzenhof nicht nur als ästhetischen Mangel, sie leiden eben auch häufig an schmerzhaften Entzündungen.

Kosten der Brustwarzenkorrektur

Wie bei den meisten Schönheitsoperationen müssen die Patientinnen auch bei der Brustwarzenkorrektur die Kosten in der Regel allein tragen. Dennoch sollten Sie als Patientin bei Ihrer Krankenkasse nachfragen, ob diese sich an den Kosten beteiligt.

Wie hoch die Kosten ausfallen, lässt sich nur in einem gewissen Rahmen sagen. Es gibt unterschiedliche Methoden, viele Anbieter am Markt und bestimmte individuelle Voraussetzungen, die für die Preisgestaltung der Brustwarzenkorrektur eine Rolle spielen. Auch das gewünschte Zielergebnis beeinflusst den Preis.

Entscheidend ist der Gesamtaufwand inklusive der Vorbereitung, des Eingriffs und der Nachbehandlung. Grundsätzlich variieren die Preise in Deutschland etwa zwischen 1400 Euro und 3000 Euro. Im Ausland kann es auch günstigere Angebote geben. Allerdings kommen dann Reise- und Nebenkosten hinzu. Zudem müssen Sie bedenken, dass es bei Komplikationen eventuell einer zweiten Reise ins Ausland bedarf, um Korrekturen vorzunehmen. Sie sollten sich im Vorfeld des Eingriffs auf jeden Fall mehrere Angebote einholen.

Vor der Brustwarzenkorrektur

Am Anfang der Überlegungen steht die Auswahl der richtigen Methode und des richtigen Arztes. Wählen Sie beides mit Bedacht und Ruhe aus. Der Markt der Schönheitschirurgen ist groß und wer sich mehrere Angebote einholt, wird Kosten sparen können und kann sich dann guten Gewissens auf die Operation bei einem erfahrenen und ausgewiesenen Fachmann vorbereiten.

Rechtzeitig vor dem Eingriff müssen Sie als Patientin mit dem Arzt die Verhaltensweisen vor der Operation besprechen. Klären Sie gemeinsam, welche Medikamente Sie noch nehmen dürfen und welche Alternativen es gibt. Wie bei allen Operationen sollten Sie auf Blutgerinnungs-hemmende Arzneimittel wie Aspirin verzichten. Ebenso sollten Nikotin und Alkohol tabu sein, weil diese Stoffe negative Auswirkungen auf den Operationsverlauf haben können. Alle weiteren Verhaltensweisen und Hinweise klärt Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen.

Die Operation zur Brustwarzenkorrektur

Die zwei häufigsten Probleme im Bereich der weiblichen Brustwarzen sind vergrößerte Brustwarzen, meist durch eine Schwangerschaft hervorgetreten und die Schlupfwarzen mit eingezogenen beziehungsweise eingefallenen Warzen. Beide Probleme können mit einem vergleichsweise einfachen operativen Eingriff behoben werden. Form und Größe der Brustwarzen können entweder allein oder kombiniert mit anderen Brustkorrekturen wie Vergrößerung oder Verkleinerung korrigiert werden.

Bei der Auswahl des Arztes sollten Patientinnen darauf achten, dass dieser genau in diesem Bereich über ausreichend Erfahrung verfügt. Im ersten Beratungsgespräch sollten Sie dem Arzt gut „auf den Zahn fühlen“. Eine Brustwarzenkorrektur wird in den meisten Fällen ambulant und unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Nach der Beratung und der Risikoaufklärung sowie einer körperlichen Untersuchung dauert die eigentliche Operation meistens lediglich eine halbe bis eine Stunde.

Operation von Schlupfwarzen

Bei den so genannten Schlupfwarzen sind die Brustwarzen eingefallen beziehungsweise eingezogen. Das empfinden viele Frauen nicht nur als ästhetischen Mangel, sondern es kann auch zu schmerzhaften Entzündungen kommen. Bei dem Eingriff schneidet der Arzt am Rand des Warzenhofes entlang durch alle Milch- und Bindegewebestränge hindurch und stülpt durch eine spezielle Nahttechnik die Brustwarze nach außen. Dadurch ist das Problem dauerhaft gelöst, es sind in der Regel keine Nachbehandlungen notwendig. Heutzutage gibt es bereits so genannte minimalinvasive Techniken, bei der noch kleinere Schnitte gemacht werden als bei der herkömmlichen Methode. Die Brustwarzenkorrektur von Schlupfwarzen hat den Nachteil, dass die Frau danach nicht mehr stillen kann.

Operation zu großer Brustwarzen

Auch hierbei ist nur eine örtliche Betäubung nötig. Der als zu groß empfundene Brustwarzenvorhof wird dadurch verschmälert, dass der Arzt ring- oder sichelförmig Haut entfernt. Dabei kann auch gleichzeitig die Lage der Brustwarze korrigiert werden.

Ein relativ neuartiges Verfahren, das aber nicht in allen Fällen und bei allen Frauen angewandt werden kann, kommt ganz ohne Schnitte aus. Die Brustwarze wird hierbei mit Hilfe spezieller Kanülen von außen durch die Haut hindurch korrigiert. So vermeiden die Ärzte die Bildung von Narben. Allerdings bleiben auch bei der herkömmlichen Methode nur sehr minimale, kaum sichtbare Narben zurück.

Nach der Brustwarzenkorrektur

Nicht nur das mit dem Arzt besprochene Verhalten der Patientin vor der Brustwarzenkorrektur ist wichtig für einen optimalen Erfolg des Eingriffs, auch das Verhalten in den Tagen und Wochen danach ist wichtig. Nach einer Brustwarzenkorrektur, die ohne Probleme verläuft, können die Patientinnen fast sofort wieder fast alles machen.

Direkt nach der Operation sollten Sie sich von jemanden abholen lassen und nicht selbst Autofahren. Auch sollten Sie als Patientin in den ersten Tagen den Alltag etwas ruhiger als gewohnt gestalten. Sie sollten in den ersten Wochen auf größere sportliche Aktivitäten verzichten und sich auch im Sexualleben entsprechend verhalten. In den ersten Tagen sollten Sie nur eingeschränkt und im Brustbereich bedeckt der Sonne ausgesetzt sein. In die Sauna sollten Sie erst nach etwa drei Wochen wieder gehen, ansonsten ist der Alltag normalerweise nicht eingeschränkt.

In manchen Fällen ist die Sensibilität der Brustwarzen nach einer Operation eingeschränkt. Manchmal sind die Brüste geschwollen und neigen zu Entzündungen, wenn man sie nicht etwas schont. In der Nachbehandlung müssen Fäden entfernt und die kleinen Narben gepflegt werden. Die Narben werden zunächst gerötet und gereizt sein, verblassen aber üblicherweise nach wenigen Wochen.

TEILEN