Gründe für Schönheitsoperationen

Lange Zeit waren Schönheitsoperationen negativ konnotiert oder wurden gar als ästhetische Spinnerei irgendwelcher Möchtegern-Hollywood-Stars abgetan. Aus diesem Nischendasein haben sich Schönheitsoperationen allerdings längst erhoben, denn: Schönheitsoperationen liegen ganz vielfältige Beweggründe zu Grunde.

Anti-Aging

Der Anti-Aging-Faktor steht in engem Zusammenhang mit der Körperkontrolle, die im Laufe eines natürlichen Alterungsprozesses verloren geht. In der Praxis scheint sich der Grund des verlorenen Körpergefühls auf den ganzen Körper zu beziehen und Operationen wie Straffungen und Modellierungen zur Folge zu haben. Bei Personen über 50 Jahren rückt in diesem Zusammenhang vor allem die Gesichtspartie in den Fokus. Liftings, Laserbehandlungen und plastische Eingriffe stehen hier auf der Beliebtheitsskala ganz oben.

Eitelkeit

Eitelkeit ist der Grund für eine Schönheitsoperation, der in erster Linie in jungen Jahren zu verorten ist (außer es handelt sich um einen Patienten, der die natürliche Alterung bekämpfen möchte). Gerade in jungen Jahren zählt für die meisten Menschen das makellose Aussehen, weswegen etwa Ohrenkorrekturen besonders bis zur Volljährigkeit anstehen. Auch für diejenigen, die den Wunsch hegen, im Rampenlicht zu stehen, führt der Weg nicht selten über eine Schönheitsoperation, um das erklärte Ziel zu erreichen.

Körperkontrolle

Im Laufe der Jahre und damit im natürlichen Alterungsprozess können trotz Sport, Bewegung und gesunder Ernährung die Zeichen der Zeit nicht verhindert werden. Damit entrinnt vielen Menschen auch die Kontrolle über ihren Körper, den sie nicht mehr aus eigenen Stücken in die gewünschte Form bringen können. Unzufriedenheit und Frust sind die Folge davon, wenn eine gelebte Körperkontrolle nicht mehr zum gewünschten, optischen Erfolg führt.

Scham

Der Schambereich ist im Grunde im Privatleben angesiedelt. Häufig führen Krankheiten und vorangegangene Operationen dazu, dass das Schamgefühl im Privaten (und häufig auch dem eigenen Partner gegenüber) wächst. Würde dieses Schamgefühl unberücksichtigt bleiben, folgt hier nicht selten ein körperlicher Rückzug aus der Zweisamkeit. Dieses Verhalten kann langfristig die Beziehung massiv gefährden. Ein Blick in die Statistik unterstreicht diese Argumentation, denn die meisten Operationen am Rumpf erfolgen zwischen 30 und 40 Jahren. Häufig sind das die Jahre, in denen Frauen Kinder bekommen haben und aufgrund der Geburt oder gar einer langen Stillzeit nicht mehr den Körper haben, den sie sich wünschen, um eine (sexuelle) Partnerschaft eingehen zu können.

Selbstzweifel

In einer Gesellschaft, in der man sich auf den ersten Blick verliebt, bei dem der erste Eindruck beim Vorstellungsgespräch entscheidend ist und bei dem im Internet viele mit einem Foto präsent sind, braucht es starke Persönlichkeiten. Doch eine Persönlichkeit entwickelt sich nicht über Nacht, sie braucht Zeit zum Wachsen. Der spürbare gesellschaftliche Druck erhöht den Stressfaktor in Punkto Schönheitsideal. Uns so kommt es, dass Selbstzweifel häufig der Grund dafür ist, dass sich Menschen einer Schönheitsoperation unterziehen. Bleiben die Selbstzweifel unberücksichtigt, tritt ein Rückzug aus der Gesellschaft ein. Wird diesem nicht Einhalt geboten, folgt die soziale Vereinsamung. Die Schönheits-Operation dient als in manchen Fällen dazu, Selbstzweifel aus dem Weg zu räumen und sich wieder mit einem guten Gefühl in die Gesellschaft zu integrieren.

Soziale Akzeptanz

Selbstzweifel und soziale Akzeptanz sind häufig eng miteinander verknüpft. Treffen gesellschaftliche Anforderungen, Wünsche oder Idealbilder auf einen Menschen mit wenig Selbstbewusstsein, kann das zu massiven Selbstzweifeln führen. Im Strudel von Selbstzweifeln verringert sich die soziale Akzeptanz zusehends. Ob dies aus rein optischen Gründen passiert oder aufgrund eines mangelnden Selbstwertgefühls, lässt sich dabei häufig nicht ausgemachen.

Aus einem anderen Blickwinkel heraus tritt die soziale Akzeptanz immer dann ins Rampenlicht, wenn ein Mensch aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr dem optischen Ideal- oder Normalbild entspricht. Berührungsängste und Scheu können dann zur sozialen Ausgrenzung führen. Die Schönheits-Operation ebnet Betroffenen dann oft den Weg zurück in die Gemeinschaft.

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