Die Jochbeinkorrektur

Jochbeinkorrektur
Markante Wangenknochen gehören ebenfalls zum Schönheitsideal. Frauen bekommen mit Hilfe einer Jochbeinkorrektur mehr Ausdruck.

In der Plastischen Chirurgie gibt es inzwischen sehr viele unterschiedliche Einsatzbereiche. Im Gesicht wird häufig an Nasen, Ohren, am Mund oder am Kinn korrigiert. Das Jochbein ist ein Knochenpaar des Gesichtsschädels am Rand der Augenhöhlen. Es wird auch als Wangenknochen bezeichnet. Korrekturen am Jochbein sind vergleichsweise selten und die Eingriffe sind relativ einfach und unkompliziert.

Manche Menschen sind mit dem Aussehen ihres Gesichts unzufrieden, weil es nicht so proportional ist, wie sie es sich wünschen. Mit den Mitteln der modernen ästhetischen Chirurgie, also mit einer Schönheitsoperation, kann man der Natur unter die Arme greifen und zum Beispiel die Wangenknochen vergrößern, weil große Wangenknochen heutzutage für viele Menschen zum Schönheitsideal gehören.

Es gibt verschiedene Methoden der Jochbeinkorrektur, die wir auf diesem Ratgeber-Portal genau vorstellen. Zudem beschreiben wir, wie eine Operation verläuft, welche Risiken und Nebenwirkungen es gibt und was nach dem Eingriff zu beachten ist.

Was ist eine Jochbeinkorrektur?

Eine Jochbeinkorrektur ist ein Eingriff der sogenannten ästhetischen Chirurgie und gehört somit zu den Schönheitsoperationen. In der Regel müssen die Patienten solche Eingriffe selbst bezahlen, weil die Krankenkassen sich nicht beteiligen. Ein Eingriff an den Wangenknochen dient dazu, die Gesichtszüge insgesamt harmonischer zu gestalten und für ein perfektes Verhältnis von Wange, Jochbein und dem Rest des Gesichts zu sorgen. Des Weiteren werden Jochbeinkorrekturen auch dazu eingesetzt, um Tränensäcke abzumildern und um tiefe, seitliche Augenfalten zu eliminieren.

Wichtig ist, dass sich ein Patient zu einem solchen Eingriff nur aus persönlichen Motiven entschließt und nicht, um Schönheitsidealen zu entsprechen. Denn Schönheitsideale können sich wie andere modisch bedingte Trends im Laufe der Zeit immer wieder ändern.

Mit einer Jochbeinkorrektur können sich Patienten die Wangenknochen vergrößern lassen. Dazu gibt es unterschiedliche Methoden (s. Kapitel „Die verschiedenen Methoden“), die unterschiedlich aufwändig und teuer sind. Generell gibt es Jochbeinkorrekturen bereits ab einem niedrigen vierstelligen Eurobereich, nach oben kann es bis zu 3000 Euro kosten, je nach Methode und Aufwand.

Für viele Menschen gehören hohe und ausgeprägte Wangenknochen zu einem Schönheitsideal, welches von der Öffentlichkeit und der Industrie maßgeblich vorgegeben wird. Wer also unzufrieden ist mit der Beschaffenheit seines Jochbeins, kann eine Korrektur bei einem Facharzt für ästhetische Chirurgie machen lassen. Allerdings sollte man sich einen solchen Schritt stets gut überlegen, weil neben dem Kostenfaktor auch Risiken und Nebenwirkungen bestehen, wie bei allen Schönheitsoperationen.

Risiken der Jochbeinkorrektur

Wie bei allen Operationen und chirurgischen Eingriffen gibt es auch im Bereich der Jochbeinkorrektur Risiken und Nebenwirkungen, auch wenn diese vergleichsweise gering sind, weil eine Jochbeinkorrektur ein vergleichsweise kleiner und unkomplizierter Eingriff ist.

So kann es vorübergehend zu Schmerzen und Schwellungen kommen, das klingt aber in der Regel schnell wieder ab. Möglich sind zudem Taubheitsgefühle, die in sehr seltenen Fällen dauerhaft bleiben können. Wie bei jedem Fremdmaterial kann der Körper auch bei Jochbeinkorrekturen auf fremdes Material abstoßend oder unvorhersehbar reagieren. Zudem muss der Patient wissen, dass implantiertes Gewebe auf die Dauer abgebaut werden kann.

Die Operationsmethoden der Jochbeinkorrektur

Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Arten von Jochbeinkorrekturen. Um die Wangenknochen zu betonen beziehungsweise zu vergrößern, kann der Arzt Füllmaterial wie Silikon in den zu behandelnden Bereich spritzen. Dieses Füllmaterial vergrößert das Volumen des Wangenknochens.

Eine weitere Möglichkeit ist es, eigenes Gewebe beziehungsweise Fett von einer anderen Körperstelle zu entnehmen und in die Wangenknochenpartie zu transplantieren. Auch hier wird das Volumen des Wangenknochens vergrößert. Diese Methode hat den Vorteil, dass es sich um körpereigene Stoffe handelt, die meist besser und risikoloser angenommen werden als körperfremde Stoffe. Wobei auch die Injektion mit körperfremden Stoffen kaum nennenswerte Risiken in sich birgt.

Die dritte und häufigste Methode der Jochbeinkorrektur wird dann angewendet, wenn das Jochbein, also die Wangenknochen, stark unterentwickelt ist und eine Vergrößerung vom Patienten gewünscht wird, die mit den oben beschriebenen Methoden nicht erreicht werden kann. Hierbei setzt der Arzt einen Schnitt in der Mundhöhle. Das hat den Vorteil, dass von außen keine sichtbaren Narben verbleiben.

In den Schnittbereich wird dann ein Implantat aus Kunststoff oder gefriergetrocknetem Knorpel oder eine Prothese eingesetzt, die vorher genau mit dem Arzt besprochen wurde. Das Implantat wird auf der Oberfläche der Wangenknochen angebracht. Anschließend wird die Wunde wieder vernäht. Dieser Eingriff dauert etwa eine dreiviertel Stunde. Ob eine lokale Narkose ausreicht oder eine Vollnarkose gemacht wird, entscheiden Patient und Arzt vorher gemeinsam. Beides ist möglich.

Nachsorge der Jochbeinkorrektur

Nach einem ambulanten Eingriff kann der Patient bereits nach ein paar Stunden wieder nach Hause, sollte allerdings nicht selbst Auto fahren. Während der Heilungsphase sollte der Patient zunächst nur Tee und Wasser trinken und besonderen Wert auf ausgiebige und sorgsame Mundhygiene legen. Allerdings sollte er mit der Zahnbürste nicht zu fest drücken.

In den ersten Tagen sollten allzu starke körperliche Arbeit und Sport unterlassen werden, um den operierten Bereich nicht unnötig zu belasten.

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