Die Magenballon Operation

Magenballon Operation
Eine Alternative zum Magenband - das Einsetzen eines Magenballons führt ebenfalls zu garantiertem Gewichtsverlust bei Personen, die Diäten mehrfach ohne Erfolg durchlaufen haben.

Viele Deutsche leiden unter Übergewicht. Übergewicht kann, muss aber nicht gesundheitsschädlich sein. Wer abnehmen möchte, es aber mit den üblichen Mittel wie Diäten, Ernährungsumstellung, Sport und ähnlichen nicht schafft und bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann es mit einem Magenballon zu probieren.

Dieser wird für etwa ein halbes Jahr in den Magen eingeführt und wirkt dort wie eine Art „Platzhalter“, so dass das Hungergefühl unterdrückt wird. Begleitend zum Magenballon gibt es von fachlicher Seite Unterstützung in Sachen Ernährung, so dass die Erfolgsquoten eines Magenballons für Übergewichtige gut sind.

Auf diesem Ratgeber-Portal erklären wir, wie der Magenballon funktioniert, was zu beachten ist, für wen er sich eignet, was er kostet und welche Risiken es bei dieser Behandlungsmethode gibt.

Was ist ein Magenballon?

Der Magenballon ist ein kleiner Ballon aus Kunststoff oder Silikon, der mit einer Kochsalzlösung gefüllt ist und im Magen Platz einnimmt, so dass das Hungergefühl bereits nach kleineren Malzeiten einsetzt und der Patient abnehmen kann. Wie alle medizinischen Eingriffe ist auch die Behandlungsmethode Magenballon nicht ohne Risiken. Wenn sich der Patient aber an alle Hinweise der behandelnden Ärzte hält und keine Unverträglichkeiten „dazwischen“ kommen, sind die Risiken dieser Methode überschaubar.

Für wen ist ein Magenballon empfehlenswert?

Ein Magenballon richtet sich als ein Teil einer Therapie an Menschen, die stark übergewichtig sind und langfristig abnehmen möchten. Es ist insofern „nur“ Teil einer Therapie, wenn auch ein sehr wichtiger Bestandteil, da der Einsatz eines Magenballons immer von weiteren Maßnahmen wie einem langfristigen Ernährungsplan und individueller Begleitung des Patienten durch Fachkräfte flankiert wird.

Immer mehr Deutsche sind übergewichtig. Das muss nicht gesundheitsschädlich sein, kann es aber. Wenn Übergewichtige unter schweren Gesundheitsstörungen wie Diabetes, Herzkrankheiten, Schlaganfall, Krebs und Hypertonie erkranken, ist es höchste Zeit, über andere Maßnahmen als „nur“ Sport, Diät und andere Ernährung nachzudenken – beispielsweise über einen Magenballon. Natürlich muss dies stets von einem kompetenten Arzt begleitet werden.

Bevor Patienten über ein Magenband nachdenken, sollten Sie es zunächst mit den bekannten Mitteln versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren. Wenn keine Diät, kein Sport und keine Ernährungsumstellung helfen und der Patient übergewichtig genug ist (Experten raten zu einem Magenballon erst ab einem Body-Maß-Index ab 30 aufwärts), kann der Magenballon die dauerhafte Lösung des Problems darstellen. Natürlich muss der Patient entsprechend „mitspielen“ und die begleitenden Maßnahmen wie Ernährungshinweise und andere sehr ernst nehmen und einhalten. Ein Magenballon wird in Deutschland grundsätzlich erst bei Patienten ab 18 Jahren eingesetzt.

Die Einführung des Magenballons und dessen Funktion

Es gibt in Deutschland unterschiedliche Varianten des Magenballons und Methoden, ihn anzuwenden. Nachfolgend beschreiben wir einen „typischen“ Magenballon. Er besteht aus Silikon oder Kunststoff und ist mit einer ungefährlichen Kochsalzlösung gefüllt. Er wird – zunächst noch nicht gefüllt – durch den Mund über die Speiseröhre in den Magen geführt. Erst dort wird durch einen kleinen Schlauch die Kochsalzlösung dazugegeben, etwa zwischen 200 und 600 Milliliter – je nach Patient. Dann schließt der Arzt den Ballon und trennt den Schlauch ab.

Der Magenballon reduziert die Füllmenge des Magens um etwa 20 bis 50 %, was dafür sorgt, dass der Patient nur noch kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen kann, weil das Hungergefühl schneller eintritt, da sich der Ballon bei Nahrungsaufnahme ausdehnt und gegen die Magenwand drückt. So entsteht schneller ein Hungergefühl und die Gewichtsabnahme kann funktionieren.

Der Magenballon bleibt üblicherweise etwa sechs Monate im Magen, die Zeitspanne reicht aber von drei bis zu zehn Monaten. Wenn der geeignete Zeitpunkt zum Entfernen des Ballons gekommen ist, bringt der Arzt ihn zum Platzen. Die auslaufende Kochsalzlösung ist harmlos und der zerplatzte Ballon wird über eine Sonde herausgeholt.

Wichtig bei der Behandlungsmethode Magenballon ist immer, dass es vorher, während der Monate mit dem Ballon und auch danach durchgehend und regelmäßig professionelle Hilfe für den Patienten gibt, damit der nicht hinterher schnell wieder das alte, vorherige Gewicht erreicht. Dazu bedarf es eines guten Teams aus Arzt, Psychologe und Sporttherapeut, das den Patienten begleitet, vorbereitet, bestärkt und ihm dauerhafte Lösungen für das Gewichtsproblem an die Hand gibt.

Der Magenballon ist letztlich ein Bestandteil eines langfristigen Abnehmen-Programms, in dessen Mittelpunkt eine individuelle Diät steht, begleitet von einem Verhaltensänderungsprogramm und anfangs unterstützt durch den Magenballon, um zunächst mess- und spürbar das Gewicht des Patienten zu reduzieren.

Risiken des Magenballons

Kein medizinischer Eingriff ohne mögliche Komplikationen beziehungsweise Risiken: Der Ballon kann nach dem Einsetzen unbeabsichtigt platzen. Der Patient merkt dies durch eine Färbung seines Urins durch die Lösung, die aus dem Ballon geströmt ist. Er sollte dann möglichst umgehend einen Arzt aufsuchen, weil sonst die Ballonreste den Darm schädigen können. Durch die Instrumente, die zum Einsetzen des Ballons benutzt werden, kann die Magenwand geschädigt werden.

Zudem gibt es mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Schmerzen. Auch kann der Patient auf unvorhersehbare Weise auf die angewandten Verfahren, Materialien und Medikamente reagieren. Grundsätzlich sind die Risiken bei dieser Methode der Gewichtsreduktion aber überschaubar.

Erfolgsaussichten in der Gewichtsreduzierung durch den Magenballon

Wissenschaftliche Untersuchungen, die behaupten, dass ein Magenband dauerhaft keine besseren Resultate erziele wie eine „normale“ Diät. Das Wichtigste beim Einsatz eines Magenballons sind die begleitenden Maßnahmen, die nur von ausgewiesenen Fachkräften durchgeführt werden sollten: Die Themen grundsätzliche Ernährungsumstellung und anderes Essverhalten sowie Bewegung sind dauerhafte Themen, die vor, während und nach dem eigentlichen Magenballon wichtig sind und Teil des Lebens bleiben müssen, damit sich ein langfristiger Erfolg einstellen kann.

Kosten des Magenballons

Da der Magenballon nur Teil einer umfassenden Behandlung ist, um langfristig das Gewicht des Patienten zu verringern, kann man kaum seriöse Angaben darüber machen, wie viel eine gesamte Behandlung kostet. Das Einsetzen des Magenballons selbst sowie die spätere Entnahme kosten in Deutschland grob zwischen 1500 und 3000 Euro – je nach Methode und behandelndem Arzt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht.

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