Arten von Schönheitsoperationen

Arten von Schönheitsoperationen

Die unterschiedlichen Möglichkeiten von Schönheitsoperationen sind heute vielfältiger denn je. Einige wichtige Schönheitsoperationen sollen nun thematisch geordnet vorgestellt werden.

Schönheitsoperationen zur Herstellung des optisch perfekten BMIs

Wer sich schon einmal mit einer Diät gequält hat, der weiß: Der Body-Mass-Index (BMI) ist meist das erklärte Ziel eines Abspeckmarathons. Dieser BMI wird über eine ganz einfache Formel berechnet, bei der das Gewicht durch die Größe im Quadrat geteilt wird. Wer diesem Rechenexempel folgt, der kann in aus der folgenden Tabelle ablesen, wie der errechnete BMI einzuschätzen ist (Quelle: bmi-rechner.net/):

BMI männlich BMI weiblich
Untergewicht unter 20 unter 19
Normalgewicht 20-25 19-24
Übergewicht 26-30 25-30

Wer für sich entscheidet, mit einem ausgeklügelten Sport- und Fitnessprogramm sowie gesunder Ernährung oder einem entsprechenden Diätplan überflüssige Pfunde zu verlieren, der wird einem BMI im Bereich des Normalgewichts auch näherkommen. Wie das Resultat des Abspeckens allerdings dann optisch aussieht, ist nicht vorhersehbar. Im ungünstigsten Fall wurde zwar ein gesundes Normalgewicht erreicht, doch der Körper hat Spuren davongetragen. Auch gibt es Fälle, in denen aufgrund eines BMI im Adipositas-Bereich (ab 31) operative Eingriffe dabei unterstützen können, das Normalgewicht zu erreichen. Darüber hinaus gibt es Menschen, bei denen das Fett an manchen Körperpartien einfach stärker haftet als an anderen. Auch dieses Ungleichgewicht kann mithilfe einer Schönheitsoperation behoben werden.

Die häufigsten Schönheitsoperationen in diesem Zusammenhang sind:

  • Das Einsetzen von Magenbändern und Magenballons, die bei der Verringerung der Nahrungsaufnahme helfen. Bei krankhafter Adipositas kann diese Operationsmethode dabei helfen, das Magenvolumen zu beschränken, um so weniger Nahrung aufnehmen zu können. Diese Operationsmethode wird häufig auch von den Krankenkassen unterstützt.
  • Oberarm-, Bauch-, Brust– und Postraffungen werden dann durchgeführt, wenn das Hautgewebe sich aufgrund eines massiven Gewichtsverlusts nicht zurückgebildet hat. Hautlappen und sogenannte Fettschürzen werden in solchen Fällen abgetrennt, um die abgespeckte Silhouette nicht unter hängendem Hautgewebe zu verstecken.
  • Die Entfernung von Cellulite. Gegen diese Form der Hautveränderung gibt es diverse Verfahren von der Entschlackung des Körpers bis hin zu Lymphdrainagen und dem Vakuumverfahren. Je nach Verfahrenswahl handelt es sich um eine operative Methode oder eine Behandlung mit Cremes, Massagen und dergleichen.
  • Im Bereich der Fettabsaugung gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten. Mithilfe von Injektionen, Ultraschallbehandlungen, Vibrationen oder anderen Verfahren soll dabei den hartnäckigen Fettpolstern zu Leibe gerückt werden, die trotz Sport und Diät übriggeblieben sind.

Schönheitsoperationen zur Herstellung optisch perfekter Körperpartien

Jede Variante von Schönheitsoperation hat letztlich das Ziel, optisch „perfekte“ Körperpartien herzustellen. Was dabei in jedem individuellen Fall „perfekt“ bedeutet, kann von allgemeingültigen Formeln abgeleitet oder aus dem individuellen Empfinden heraus postuliert werden. Wichtig ist bei jeder Herangehensweise, dass nicht etwa eine allgemeingültige Formulierung die Schönheitsoperation einleitet, sondern die körperlichen Vorgaben. Zwei Beispiele sollen diese Herangehensweise verdeutlichen.

1. Die perfekte Form von Ohr, Kinn, Nase, Lippen und Jochbein

Die perfekte Form von Ohr, Kinn, Nase, Lippen und Jochbein kann nur im Gesamtensemble des Gesichts betrachtet werden. Allerdings gibt es beispielsweise in der Rhinoplastik, im Bereich der Nasenkorrekturen, laut Schönheitsforschung eine schematische Formel und die lautet so: Blickt man seitlich auf das Gesicht, soll der Winkel zwischen Mund und Nase 105 Grad betragen. Der sogenannte Nasenrückenansatz (zwischen den Augen) soll 35 Grad betragen. Und auch bezüglich der Länge gibt es Richtwerte. 37 Prozent der Körperbreite einer Frau soll deren Nase lang sein. Bei Männern gelten 38 Prozent als Richtwert. Besonders die Symmetrie ist bei der Nase entscheidend.

Diese Operationen sind im Kopfbereich möglich: Nasenkorrekturen, Ohrenkorrekturen, Lippenvergrößerungen, Kinnkorrekturen, Jochbeinkorrekturen und Faceliftings (u.a. auch Tränensack-Entfernung, Augenlidstraffung). Auch die Transplantation von Haaren gehört in diesen Bereich der Schönheitsoperationen.

2. Die perfekte Form von weiblichen und männlichen Körperteilen

90-60-90 schien lange Zeit die Traumformel für einen hinreißend weiblichen Körper zu sein. Damit war gemeint, dass der Brustumfang 90 Zentimeter, der Taillenumfang 60 Zentimeter und der Hüftumfang 90 Zentimeter betragen soll.

Heutzutage gehört diese Formel der Vergangenheit an, denn nicht mehr die Körbchengröße, sondern in erster Linie die Symmetrie der Brüste ist ausschlaggebend. Der Brite Dr. Patrick Mallucci ist in diesem Zusammenhang für die Formel für die perfekte Brust bekannt: 55 Prozent des Volumens der Brust liegen unterhalb des Nippelmeridians, 45 Prozent oberhalb. Die Brustwarze soll im mittleren Winkel nach oben gerichtet sein.

Mit Blick auf die weibliche Brust gibt es folgende Möglichkeiten an Schönheitsoperationen:

  • Brustvergrößerungen/-verkleinerungen. Beide Operationen können nicht auf einem individuellen Wunsch beruhen, sondern auch medizinisch indiziert sein. Zu große Brüste sorgen nicht selten für starke Rückenprobleme und zu kleine Brüste haben häufig Schamgefühle und psychische Probleme zur Folge.
  • Brustwarzenkorrektur. Folgt man Dr. Patrick Mallucci, soll die Brustwarze im mittleren Winkel nach oben gerichtet sein. Ob es diese mathematische Herangehensweise ist oder der bloße Anblick, der eine Brustwarzenkorrektur in den Mittelpunkt rücken lässt, bleibt dabei unklar. Möglichkeiten, den Brustwarzenvorhof zu verkleinern oder Schlupfwarzen operativ zu behandeln, sind in diesem Zusammenhang die häufigsten Behandlungsmethoden.
  • Bruststraffungen. Wer gegen den natürlichen Alterungsprozess oder gegen die Folgen eines medizinisch indizierten Eingriffs operativ angehen möchte, der zieht häufig die Methode der Bruststraffung in Betracht.

Daneben gibt es noch weitere, weniger prominent behandelte Schönheitsoperationen. Bei Frauen ist das die Labioplastik, die einen operativen Eingriff an den Schamlippen bezeichnet. Diese können altersbedingt oder aufgrund der Geburt eines Kindes größer werden, als ursprünglich angelegt. Die Folge sind nicht nur Schmerzen beim Sport, sondern auch ein überaus großes Schamgefühl im intimen Kontakt. Vor diesem Hintergrund ist die Rekonstruktion oder Reduzierung der Schamlippen (meist sind die inneren Schamlippen betroffen), eine weitere Operationsmethode, um weibliche Körperteile zu modellieren.

Männer hingegen würden sich in ihrer Intimregion gerne etwas mehr wünschen – und zwar an Länge. Dieser Wunsch geht meist mit der eigenen Unsicherheit einher, denn auf die Qualität des Sex hat die Penislänge keinerlei Auswirkungen. Dennoch gibt es auch hierzu wissenschaftliche Formeln oder vielmehr Durchschnittswerte. Der durchschnittliche Penis ist im erschlafften Zustand 9,16 Zentimeter lang, im erigierten Zustand 13,12 Zentimeter (Quelle: spektrum.de). Im Bereich der Schönheitsoperationen gibt es sowohl operative Methoden, als auch alternativen Methoden, um die Penislänge zu strecken.

Schönheitsoperationen zur Hilfe bei einschränkenden, ästhetischen Problemen

Im medizinischen Fachjargon heißt die übermäßige Körperbehaarung Hirsutismus. Sie wird auch als Hypertrichose oder Virilisierung bezeichnet. Ursache für einen massiven Haarwuchs können die Hormone, Krankheiten, die Gene oder Medikamente sein. Und auch wenn starker Haarwuchs in früheren Zeiten als ein Zeichen des Wohlstands galt, so ist heute genau das Gegenteil gefragt: Glatte Haut statt üppigem Haarwuchs, so heißt das gängige Schönheitsideal, worauf auch das Angebot von dauerhaften Haarentfernungen im Bereich der Schönheitsoperationen abzielt.

Während eine übermäßige Körperbehaarung vor allem beim Sport und im Schwimmbad optisch störend und damit auch individuell einschränkend sein kann, ist eine übermäßige Schweißproduktion dies tagein tagaus. Bei psychischer, seelischer und körperlicher Belastung zu schwitzen, ist ganz normal. Spätestens dann aber, wenn die Zeichen der Schweißbildung in Form von übermäßigen Schweißflecken sichtbar werden, steigt das Gefühl auf, bei diesen Menschen mangelt es an Hygiene.

Die sogenannte Hyperhidrosis, die Schweißbildung im Achselbereich, tritt bei einigen Menschen sogar dann auf, wenn der Körper keiner übermäßigen Belastung ausgesetzt ist. Um betroffenen Menschen zu helfen, wurde die Methode der Schweißdrüsenabsaugung entwickelt, die das soeben dargestellte Problem aus der Welt räumen soll.

Schönheitsoperationen ermöglichen das perfekte Lächeln

Der erste Blick auf einen anderen Menschen fällt oft ins Gesicht des Gegenübers. Ist dieses aufgrund unnatürlicher Hautverfärbungen, einem Höcker auf der Nase oder fehlenden Zähnen optisch nicht ansehnlich, wenden sich viele Menschen ab. Während Hautveränderungen und eine krumme Nase dabei meist ohne Zutun des Menschen einfach gegeben sind, gelten schlechte Zähne häufig als Merkmal dafür, dass es die Person mit der (Zahn-) Hygiene nicht allzu genau nimmt. Das mag der Fall sein, doch wenn die Zähne einmal in einem unansehnlichen Zustand sind, hilft manchmal nur noch eine verschönernde Maßnahme. Vor diesem Hintergrund werden dieses Zahnbehandlungen immer beliebter:

  • Beim Zahnbleaching wird den Verfärbungen der Kampf angesagt, die auf Tagtägliches zurückzuführen sind. Der Konsum von Kaffee, Tee und Rotwein kann das Weiß der Zähne ebenso angreifen, wie säurehaltige Lebensmittel, Zucker oder Nikotin. Das medizinische Aufhellen der Zähne mittels des Bleaching-Verfahrens ist nur bei gesunden Zähnen möglich. Wer unter Karies leidet, eine Zahnfleischentzündung hat oder freiliegende Zahnhälse aufweist, der muss zunächst die Grundprobleme beseitigen. Andernfalls schadet das Bleaching mehr, als es hilft.
  • Das Einsetzen von Veneers kann hingegen angewendet werden, wenn Bleaching-Maßnahmen erfolglos verlaufen sind oder andere Gründe dafür sprechen, die Zähne zu verblenden. Veneers können in manchen Fällen auch eine Alternative zur klassischen Überkronung der Zähne darstellen, dazu muss jedoch genügend Zahnsubtanz vorhanden sein, damit die Kaufunktion nicht eingeschränkt ist. Grundsätzlich gilt allerdings: Die Verblendung mit Veneers ist nicht möglich, wenn der Zahn zu stark zerstört ist.
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