Zahnbehandlungen in Polen

Zahnbehandlungen in Polen
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Ein Blick in das Jahrbuch 2015 der kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung in Deutschland zeigt: Die Zahl der Zahnärzte steigt seit dem Jahr 1991 kontinuierlich an. Gab es damals nur 69.684 Zahnärzte, die 80.275.000 Menschen behandlen sollten, wurden im Jahr 2014 bereits 91.330 Zahnärzte gezählt, die 81.198.000 Menschen behandeln sollten. Das heißt auch, dass die Relationsgröße, also die Anzahl der Einwohner je tätigen Arzt, rückläufig ist und im Jahr 1993 auf 1.398 Einwohner beziffert wurde. Im Jahr 2014 lag diese Relation bei 1.148 Einwohnern.

Mit Blick auf das enorm breite Leistungsportfolio, das ein Zahnarzt heute abdecken muss, ist diese Anzahl jedoch bei weitem zu groß, denn ein Blick in die Einzelstatistik zeigt diese Behandlungsvielfalt:

  • Konservierende und chirurgische Leistungen (Füllungen, Extraktionen, Wurzelkanalfüllungen). Mit Blick auf die kassenärztliche Abrechnung ergibt sich folgende Behandlungsstatistik: zweiflächige Füllung (10,2 Prozent), Zahnsteinentfernung (6,6 Prozent), dreiflächige Füllung (6 Prozent), einflächige Füllung (5,7 Prozent), mehr als dreiflächige Füllung (4,5 Prozent), Infiltratationsanästehsie (3,4 Prozent), Wurzelkanalaufbereitung (3,2 Prozent), Orthopantogramm (3,1 Prozent).
  • Zahnersatz-Leistungen (nach Befund). Im Jahr 2014 wurden am häufigsten Einzelkronen (46,6 Prozent), Brücken (12,1 Prozent), Totalprothesen (6,9 Prozent) und Modellgussprothesen (7,1 Prozent) eingesetzt. Da die Bezuschussung durch die Krankenkassen sich jedoch verändert hat, kann kein Gesamtausblick statisch ausgegeben werden.

Neben diesen in aller Regel medizinisch notwendigen Behandlungen reihen sich zunehmend häufiger auch Behandlungsformen wie etwa das Zahnbleaching, das in erster Linie optisch begründet ist. Zunehmend häufiger werden Patienten mit der Aussage konfrontiert, dass diese und jene Leistung nicht zum kassenärztlichen Repertoire gehöre und selbst übernommen werden muss. Das Resultat ist: Wer selbst für die Begleichung der Rechnung aufkommen muss, beginnt zu vergleichen – und zwar in punkto Angebot, Preis und Leistung. Nicht selten ergibt dieser Vergleich, dass eine Behandlung in Polen Vergleichssieger in punkto Preis und Leistung ist.

Die medizinischen Fakten zu Zahnbehandlungen

Der Mund und die Zahnpartie machen einen großen Teil des Gesichts aus und dieses ist bekanntermaßen der erste Blickfang, wenn zwei oder mehrere Personen in Interaktion miteinander treten. Und so ist es folgerichtig besonders wichtig, dass die Mundpartie gesund ist und ansprechend aussieht.

Gründe für eine Zahnbehandlung

Als logische Konsequenz des einleitenden Gedankens gibt es zwei Gründe, die eine Zahnbehandlung nötig machen können. Es handelt sich entweder um eine Erkrankung oder um den Wunsch nach einem ästhetischeren Mund- und Zahnbereich.

  • So kommt es zu Zahnerkrankungen. Zahnerkrankungen können vielerlei Gründe haben. Ein grundlegender Nährstoffmangel, der sich häufig als Erkrankung äußert, ist nur ein Grund für eine Zahnerkrankung. Doch Zahnausfall, Zahnfleischerkrankungen und Karies können auch entstehen, wenn die korrekte Pflege der Zähne ausbleibt oder nie korrekt erlernt wurde. Wer besonders häufig Lebensmittel konsumiert, die die Zähne stark angreifen, und dann nicht entsprechend gegensteuert, sieht sich mit häufig mit Zahnerkrankungen konfrontiert, die in Deutschland besonders teuer behoben werden müssen.
  • Dieses Verhalten bedingt ästhetische Eingriffe im Mundbereich. 57 Prozent der Deutschen reinigen ihre Zähne falsch. Das heißt, sie reinigen sie nicht oft genug, üben falsche Putzbewegungen aus, wechseln die Zahnbürste nicht häufig genug und erweitern das Pflegerepertoire nicht auf Zahnseide und eine regelmäßige, professionelle Zahnreinigung. Vergilbte Zähne können ein Zeichen dafür sein, dass die falsche Zahnpasta verwendet wird, denn wenn der Zahnschmelz weggeputzt wird, erscheint das darunter liegende, gelbe Zahnbein. Doch auch Kaffee, schwarzer Tee und Früchte können für Zahnverfärbungen verantwortlich sein. Als Faustregel gilt, dass Lebensmittel, die auch Kleidung stark und vor allem nachhaltig verschmutzen können, dasselbe auch den Zähnen antun.

Verfahren und Varianten einer Zahnbehandlung

Grundsätzlich gibt es diese verschiedenen Verfahren, die in Abhängigkeit vom Befund angewandt werden können.

  • Die Kanalbehandlung
  • Das Einsetzen von Implantaten
  • Das Einsetzen von Prothesen
  • Das Einsetzen von Kronen
  • Das Zahnbleaching

Die Wurzelkanalbehandlung kann den Zahn erhalten

Eine Wurzelkanalbehandlung fällt in die Rubrik der endodontischen Behandlungsmethoden und daraus lässt sich auch sogleich ableiten, in welchem Bereich des Zahnes diese Behandlung stattfindet – nämlich im Inneren des Zahnes.

Von außen nach innen betrachtet hat ein Zahn diese Bestandteile: Außen ist der harte Zahnschmelz, das darunter folgende Dentin ist etwas weicher. Ganz im Inneren befindet sich die sogenannte Pulpa, die Nerven, Bindegewebe und Blutgefäße beinhaltet und für die Ausbildung von Zahnschmelz und Dentin zuständig war. Ist der Zahn voll entwickelt, entfällt diese Aufgabe.

Erkrankt die Pulpa, ist es durchaus sinnvoll, sie zu kurieren – und den Zahn zu erhalten. Ist die Pulpa krank oder gar bereits abgestorben, führt das zu Zahnschmerzen und im schlimmsten Falle sogar zu einer Entzündung oder Schädigung des Knochens. In diesem Fall wird eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt, die die Pulpa sich regenerieren lässt oder diese entsprechend unschädlich macht, so dass der Zahn erhalten werden kann – ohne dass durch die erkrankte Pulpa Schmerzen entstehen. Eine Wurzelbehandlung erfolgt in ein oder zwei Behandlungen. Zu Beginn stehen die Untersuchung sowie eine meist örtliche Betäubung. Ein elastisches Tuch soll verhindern, dass Bakterien oder Speichel während der Behandlung eindringen können. Nach diesen vorbereitenden Maßnahmen wird die Zahnkrone geöffnet.

Anschließend wird die Pulpakammer gesäubert und für die Füllung vorbereitet. Nach Reinigung und Desinfektion werden die Wurzelkanäle sowie der Zugang durch die Zahnkrone mit einer Füllung verschlossen. Wurde der Zahn bei der Behandlung beschädigt, muss dieser entsprechend wiederaufgebaut werden. Handelt es sich um einen stark beanspruchten Zahn, empfehlen Experten eine Teilkrone oder Krone, um den Zahn zu schützen, der anfälliger ist als ein anderer mit funktionierender Pulpa.

Das Einsetzen von Zahnimplantaten

Es gibt diverse Umstände, die eine Zahnimplantation nötig werden lassen. Häufig ist es der Verlust eines Zahnes durch einen Unfall oder eine Zahnerkrankung. Doch auch wenn zwei nebeneinanderstehende Zähne fehlen (im Fachjargon heißt das „Schaltlücke“), raten Experten zunehmend häufig zur Zahnimplantation. Denn wer auf den verlorenen Zahn verzichtet, riskiert eine Fehlstellung der anderen Zähne, die sich in Bezug auf die Zahnlücke anpassen. Auch eine Rückbildung des Zahnknochens ist unter Umständen denkbar. In Abgrenzung zur Einsetzung einer Zahnbrücke ist die Zahnimplantation die Variante, die umliegende, gesunde Zähne schont. Würde eine Zahnbrücke eingesetzt, müssten nämlich die Säulen dieser Brücke, also die gesunden Zähne, angeschliffen werden.

Fehlen Zähne im Backenzahnbereich ist eine Implantation häufig die einzige Lösung, denn diese sogenannte Freiendsituation lässt ohnehin einen wichtigen Brückenpfeiler vermissen – und macht eine Implantation nötig. Fehlen die Zähne einer Kieferpartie vollständig, ist Eile geboten, um Knochenschwund vorzubeugen. Grundsätzlich kann dann auch eine herausnehmbare Prothese eingesetzt werden oder auf eine festsitzende Zahnimplantation gesetzt werden. Wenn dies aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen möglich ist, ist ein festsitzendes Implantat die bessere Wahl, denn dieses bietet keinen Raum für Druckstellen oder Entzündungen.

Eine Zahnimplantation ist ein operativer Eingriff. Zunächst wird der Knochen durch Anwendung einer entsprechenden Bohrschablone vorbereitet. In einigen Kliniken wird in diesem Zusammenhang die Behandlungsmethode der navigierten Implantologie angewendet, die auf computergesteuerte Informationen zu Lage, Nervenkanal, Knochendichte und Position baut. Unabhängig davon, ob das Implantat von Menschenhand oder computergesteuert eingesetzt wird, ist die sogenannte Primärstabilität besonders wichtig, um eine gute Einheilung zu gewährleisten. Beim Einsatz des Implantats gibt es zwei Vorgehensweisen.

  • Beim offen heilenden Implantat ragt dieses aus der Schleimhaut heraus.
  • Beim zweizeitigen Implantat wird die Schleimhaut nach dem Einsetzen des Implantats darüber vernäht. Sie muss dann vor dem Einsatz der Prothese wieder geöffnet werden.

Die anschließende Einheilphase wird auf acht bis 12 Wochen angesetzt. Während dieser Übergangszeit ist der Patient mit einem Zahnersatz ausgerüstet, der das Sprechen, Essen und Lachen problemlos ermöglicht. Wie lange es dauert bis die Sekundärstabilität erreicht und das Implantat fest mit dem Knochen verbunden ist, ist individuell unterschiedlich.

Ob das Implantat anschließend mit der neuen Zahnpartie festverschraubt oder mit einer herausnehmbaren Prothese verbunden wird, ist häufig eine Frage der Kosten, denn die fest verschraubte Variante ist teurer. Die Auswahl der eigentlichen Zähne wird via Katalogprinzip ermöglicht. Das heißt, dass neben dem Abdruck des Gebisses auch die Auswahl des Zahndesigns ansteht. Experten raten:

  • mithilfe von alten Bildern Zähne auszuwählen, die natürlich erscheinen
  • keine hoch-weißen Zähne auszuwählen, denn diese wirken unecht
  • die Größe der Zähne passend zur Gesichts- und Mundpartie auszuwählen

Das Einsetzen von Zahnprothesen

Grundsätzlich ist es möglich, auf die soeben beschriebenen, eingesetzten Implantate eine Zahnprothese aufzusetzen, die herausnehmbar ist und nur temporär verankert wird. Wird diese Variante gewünscht bzw. gewählt, sind meist weniger Implantate nötig. Der Vorteil des Aufsatzes von Zahnprothesen auf Implantaten ist der Halt, der Komfort und die Sicherheit im Alltag bietet. Eine Alternative ist der Verzicht auf das Einsetzen eines Implantats. Dann wird die Zahnprothese so angelegt, dass sie durch den Speichelfilm zwischen Prothese und Kieferschleimhaut am vorgesehenen Ort im Mund hält.

Grundsätzlich gilt: Sind noch einige gesunde Zähne erhalten, kann der abnehmbare Zahnersatz im teilbezahnten Kiefer eingesetzt.

In aller Regel ist es eine Frage der Kosten, ob Zahnimplantate oder Zahnprothesen eingesetzt werden, denn Zahnimplantate sind teurer, Zahnprothesen hingegen stellen die günstigere Variante eines fachmännischen Zahnersatzes dar. Es gibt allerdings auch medizinische Gründe, die für oder gegen Implantat oder Prothese sprechen können. Ist der Kieferknochen nicht gesund, kann er den Implantaten nicht genügend Stabilität bieten. Das heißt, dass das Einsetzen von Implantaten hier schwierig werden könnte.

Um einen zurückgebildeten Kieferknochen “implantatfähig“ zu machen, gibt es mittlerweile Möglichkeiten des Knochenaufbaus. Menschen, die unter Mundtrockenheit leiden, kann eine Prothese ohne Implantat-Grundlage nicht guten Gewissens empfohlen werden, denn der Speichel ist grundsätzlich dafür verantwortlich, dass die Prothese auch ohne Implantate auf dem Kieferknochen hält. Letztlich ist der Halt der Prothese das entscheidende Kriterium, um sich für oder gegen eine Lösung mit oder ohne Implantaten zu entscheiden. Zu bedenken bleibt dabei, dass ein nicht sicher verankertes Gebiss auch soziale Folgen haben kann. Wird die Angst groß, in der Öffentlichkeit etwas zu essen oder gar zu kommunizieren, kann dies rasch zur Vereinsamung führen.

Das Einsetzen von Zahnkronen

Ähnlich wie bei der Wurzelbehandlung kann das Überkronen von Zähnen in mehreren Schritten erfolgen. Grundsätzlich gilt, dass nur ein gesunder Zahn überkront werden darf. Also muss im Vorfeld ausgeschlossen werden, dass die Pulpa erkrankt ist (was eine Wurzelbehandlung erzwingen würde) oder, dass der Zahn von Karies befallen ist. Der Zahn wird also im ersten Schritt kuriert. Dann wird die obere Zahnsubstanz abgetragen und ein erster Abdruck des Zahnes erstellt auf Basis dessen dann die Krone im Dentallabor angefertigt wird.

Provisorisch wird eine vorübergehende Krone den Zahn bis dahin schützen. Die provisorische Kunststoff-Krone wird entfernt, sobald die finale Krone vorliegt. Nun wird diese auf den Zahn gesetzt und mit einer Zementlösung dauerhaft dort fixiert. Experten empfehlen auf Vollkeramik-Kronen zu setzen. Diese sind besonders widerstandsfähig und haltbar, stellen aber auch die kostenintensivere Variante dar. Ebenfalls sehr robust sind Metallkronen, allerdings sind diese sehr auffällig und werden häufig nur für den Backenzahnbereich gewählt, da dieser auch beim Lachen kaum sichtbar ist. Nötig wird die Überkronung eines Zahnes in diesen Fällen:

  • Ein Zahn wurde bereits mehrfach mit Zahnfüllungen ausgefüllt.
  • Die Zahnhärte ist nicht im benötigten Maß gegeben.
  • Dem Zahn fehlen wichtige Stützzonen.
  • Der Zahn ist locker, fehlt komplett oder ist zu stark verfärbt.

Via Zahnbleaching zum strahlenden Lächeln

Neben den medizinisch notwendigen Zahnbehandlungen gibt es noch einen weiteren Bereich, den der Zahnkosmetik. Darunter fällt auch das Zahnbleaching, welches ein professionelles Aufhellen der Zähne in drei Schritten darstellt:

  • Im ersten Schritt werden die Zähne kosmetisch gereinigt. So werden oberflächliche Verfärbungen entfernt. Meist werden die Zähne mittels eines Luft-Wasser-Gemisches geduscht.
  • Im eigentlichen Bleaching-Prozess wird das Bleaching-Gel auf die Zähne aufgetragen, das unter der folgenden UV-Bestrahlung Sauerstoff-Radikale freisetzt, die Verfärbungen farblos werden lassen. Häufig wird diese Prozedur dreimal wiederholt und dauert pro Bleaching-Session 15 Minuten.
  • Nach dem Bleaching werden Kalzium und Mineralien den Zähnen in Form eines Bleaching-Mousses zugeführt. Verflüssigter Zahnschmelz verschließt Rillen und Poren und lässt das Ergebnis lange Zeit Bestand haben. Kaliumnitrat hilft gegen die Hypersensibilität gegen Kälte und Wärme.

Risiken einer Zahnbehandlung

Die Risiken einer Zahnbehandlung sind abhängig von der jeweiligen Behandlungsart. Einen Überblick gibt die folgende Tabelle.

ZahnbehandlungMögliche Risiken
WurzelkanalbehandlungGanz grundsätzlich besteht das Risiko, dass eine Wurzelbehandlung erfolglos verläuft und der Zahn trotz der Behandlung entfernt werden muss. Dieses Risiko liegt zwischen zehn und 30 Prozent. Während der Behandlung können die Schmerzen mittels einer örtlichen Betäubung ausgeschaltet werden. Nach der Wurzelbehandlung treten häufig leichte Schmerzen auf. Im schlimmsten Fall bricht der Bohrer im Inneren des Zahnes ab oder durchstößt die Seitenwand des Zahnes während der Behandlung. Sind die Wurzelkanäle stark verkrümmt, ist das Reinigen dieser besonders schwierig. Die Gefahr, dass Bakterien zurückbleiben und eine Entzündung bedingen ist dann vergleichsweise hoch. Verläuft auch die Nachbehandlung („Wurzelkanalrevision“) nicht zufriedenstellend, ist eine Wurzelspitzenresektion möglich, bei der die Spitze und die entzündeten Stellen kurzerhand entfernt werden.
Einsatz von ImplantatenDa es sich beim Einsetzen von Implantaten um einen vergleichsweise großen Eingriff handelt, ist es möglich, dass anatomische Strukturen oder gar Nerven verletzt werden. Möglich ist auch, dass der Patient auf das Narkosemittel allergisch reagiert, sowie, dass Blutungen, Schwellungen und Blutergüsse folgen. Das Risiko, ein Implantat zu verlieren, wird erhöht durch Vorerkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems, durch die Behandlung mit Cortison, durch eine Chemotherapie, durch Stoffwechselerkrankungen, durch Medikamentenunverträglichkeiten sowie durch eine Störung der Blutgerinnung.
Einsatz von ProthesenNeben den Komplikationen, die durch das Einsetzen von Implantaten auftreten können, ist die größte Gefahr einer Prothese ihr Besitzer selbst, denn mangelt es an regelmäßiger Reinigung, können sich Bakterien sammeln und diese wiederum Entzündungen bedingen. Ein Kippen oder Verdrehen der Prothese sollte vermieden werden. Mangelnder Passgenauigkeit kann mit Haftcremes entgegengewirkt werden, die allerdings meist nicht dauerhaft anzuwenden sind.
Überkronung eines ZahnesBei der Überkronung eines Zahnes können Infektionen des Zahnes oder des Zahnfleisches auftreten. Der Nerv kann sich entzünden und Blutungen können auftreten. Nach Abschluss der Behandlung kann die Krone beschädigt werden oder gar ausfallen. Manche Patienten reagieren allergisch auf das Kronenmaterial oder die Optik gefällt ihnen nicht. Schmerzen beim Beißen sowie bei Hitze oder Kälte können auftreten.
ZahnbleachingEine erhöhte Sensibilität der Zähne sowie ein ungleichmäßiges Bleaching-Ergebnis können die Folgen des Zahnbleachings sein. Da das Bleaching-Mittel Reizungen am Zahnfleisch bedingen kann, ist ein Kontakt dringend zu vermeiden. Auch sollte das Zahnbleaching nur an gesunden Zähnen durchgeführt werden, die ausreichend Zahnschmelz aufweisen.

Narkosevarianten bei Zahnbehandlungen

Grundsätzlich werden bei Zahnbehandlungen meist Teilnarkosen durchgeführt, die direkt dort wirken, wo behandelt wird. Das heißt, dass der entsprechende Zahn sowie die Mundraumumgebung betäubt werden. Was bleibt ist das Gefühl des Drucks, wenn im Mundraum gearbeitet wird, sowie die Geräuschkulisse, die sich direkt am Kopf abspielt.

Das ist auch der Grund, warum zunehmend häufiger Vollnarkosen angefragt werden – zumindest bei Behandlungen wie dem Einsetzen von Implantaten. Grundsätzlich ist bei jeder Narkose die Gefahr der Unverträglichkeit gegeben. Bei der Vollnarkose tritt zusätzlich häufig Übelkeit als Folge auf. Auch der Körper wird durch das Narkosemittel entsprechend belastet. Wer die Risiken einer Vollnarkose scheut, dennoch aber nichts von der Behandlung mitbekommen möchte, der kann auf Beruhigungsmittel setzen, die den Patienten werden der Behandlung in eine Art Dämmerschlaf versetzen.

So lange dauert es bis zum finalen Resultat

Selbstverständlich ist auch die Behandlungszeit nicht einfach über einen Kamm zu scheren. Wie lange die unterschiedlichen Behandlungen dauern, verrät ein Blick in die unten stehende Tabelle.

ZahnbehandlungBehandlungszeit
WurzelkanalbehandlungEine Behandlungszeit von einer Stunde wird in aller Regel bei einer Wurzelkanalbehandlung anvisiert. Letztlich ist die Behandlungsdauer auch vom Zustand des Zahnes abhängig. Ist der Zerstörungsgrad hoch oder gibt es verwinkelte Nervenkanäle wird das Reinigen dieser längere Zeit benötigen.
Einsatz von ImplantatenJe nach Anzahl der Implantate variiert die Dauer des Eingriffs von 20 Minuten bis zu eineinhalb Stunden inklusive Vorbereitung. Die komplette Behandlung inklusive dem Einsetzen der fest verankerten Zahnprothese kann sechs bis neun Monate dauern.
Einsatz von ProthesenWird die Prothese nicht mit einem Implantat verankert, ist an dieser Stelle vielmehr die Gewöhnungszeit an die Prothese von Bedeutung. Grundsätzlich gilt, je häufiger und intensiver der herausnehmbare Zahnersatz getragen wird, desto schneller gewöhnt sich der sensible Mundbereich auch an den Fremdkörper.
Überkronung eines ZahnesDie Vorbereitungszeit des Zahnes ist abhängig vom jeweiligen Zahnzustand. Ist der Zahn krank, muss dieser erst wieder geheilt werden, bevor die Überkronung begonnen werden kann. Einzig der Zeitraum für die Anfertigung der Krone ist vorhersehbar. Zwei Wochen braucht das Dentallabor in der Regel.
ZahnbleachingInklusive Vor- und Nachbereitung der Zähne dauert das Zahnbleaching etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Meist ist eine Behandlung ausreichend. Ist dies nicht der Fall, kann die Einzelbehandlung bis zu dreimal wiederholt werden.

 

Kosten für Zahnbehandlungen in Polen

Es gibt nicht in jeder Klinik einen eklatanten Preisunterschied zwischen Zahnbehandlungen in Deutschland und in Polen. Wohl aber gibt es große Unterschiede, was den Service angeht und das kundenfreundliche Ambiente angeht, die eine Zahnbehandlung in Polen zu einem Gesundheitstrip werden lassen.

Vergleich der Kosten in Polen und in Deutschland

Ein Kostenvergleich lohnt sich auch hier. In der folgenden Tabelle wurden daher Richtwerte zusammengestellt, die die Kosten in Polen exemplarisch aufzeigen.

Exemplarische KostenpunkteKosten
Ästhetische Protheseab 620 Euro Zum Vergleich: Die Kosten hierfür liegen in Deutschland zwischen 500 und 2.000 Euro.
Bleachingab 146 Euro Zum Vergleich: Die Kosten hierfür liegen in Deutschland zwischen 200 und 700 Euro.
Implantat mit einer Kroneab 1.100 Euro Zum Vergleich: Die Kosten hierfür liegen in Deutschland zwischen 1.500 und 3.000 Euro.
Implantationab 590 Euro Zum Vergleich: Die Kosten hierfür liegen in Deutschland zwischen 1.850 und 3.400 Euro.
Vollkeramische Kroneab 400 Euro Zum Vergleich: Die Kosten hierfür liegen in Deutschland bei etwa 1.000 Euro.
Wurzelkanalbehandlungab 108 Euro Zum Vergleich: Die Kosten hierfür liegen in Deutschland zwischen 200 und 1.000 Euro.
Zahnfüllungab 76 Euro Zum Vergleich: Die Kosten hierfür liegen in Deutschland zwischen 280 und 510 Euro.

 

Häufig werden Leistungen wie die Beratung, Anästhetika und das Anfertigen von Röntgenbildern kostenlos angeboten.

Vergleich der (medizinischen) Leistungen

Qualitätsabstriche muss an dieser Stelle keiner fürchten, der sich für eine Zahnbehandlung in Polen entscheidet, den die Standards in punkto Ausbildung, Labor, Behandlung und verwendete Materialien sind vergleichbar.

Eine Kostenerstattung ist möglich

Grundsätzlich ist eine Erstattung der Kosten unter bestimmten Voraussetzungen bei der Krankenkasse möglich. Da jeder Deutsche grundsätzlich ein Recht darauf hat, den Arzt selbst zu bestimmen, ist es auch möglich, die Kosten für Zahnbehandlungen in Polen bei der Krankenkasse einzureichen. Diese werden im Rahmen der Kosten übernommen, die auch in Deutschland für dieselbe Behandlung entstehen würden.

Tipp: Interessierte sollten im Vorfeld Informationen bei der Krankenkasse einholen, die eine reibungslose Rückerstattung der Kosten ermöglichen. Häufig wird ein sogenannter Heil- und Kostenplan eingefordert, der dann entsprechend freigegeben wird, damit die Behandlung beginnen kann. Grundsätzlich wird je nach Befund ein Festzuschuss seitens der Krankenkasse gewährleistet. Und an dieser Stelle ist der Kostenfaktor denkbar wichtig, denn während es in Deutschland für den Preis X vielleicht gerade einmal die günstigste Materialvariante gibt, ist es in Polen durchaus möglich, ein hochwertigeres Material für denselben Preis zu erhalten.

Checkliste für Patienten

Wer seitens des Zahnarztes die Diagnose bekommt, dass eine Wurzelbehandlung oder eine Überkronung nötig ist, oder dass mittels eines Implantats ein normales Essverhalten sowie eine normale Gesichtsoptik wieder möglich ist, kann einen Blick nach Polen riskieren, um sich dort über diese Punkt klar zu werden.

  • Möglichkeiten prüfen. Nicht jede Form der Zahnbehandlung ist auch für jeden Patienten möglich. Deswegen sollten Betroffene sich mit einer detaillierten Diagnose an die Wunsch-Praxis in Polen wenden, um dort zu erfahren, welche Möglichkeiten es gibt. Tipp: Gibt eine Klinik an, dass Diagnostik und Labor in einem Haus untergebracht sind, kann das zum Zeitvorteil bei langfristigen Behandlungen werden. Darüber hinaus sollte der Blick auf Garantien gelegt werden, die seitens der Klinik gegeben werden.
  • Vorbereitungen treffen. Wer weiß, dass eine Zahnbehandlung ansteht, sollte beim Hausarzt überprüfen oder andere medizinische Unterlagen heraussuchen, die Hinweise auf mögliche Unverträglichkeiten liefern können. Wer aufgrund eines medizinischen Eingriffs arbeitsunfähig ist, kann eine Krankschreibung erwirken und muss hier keinen Urlaub nehmen. Je nach Narkoseart sind die spezifischen Vorbereitungsregeln zu befolgen.
  • Reise inhaltlich organisieren. Wer sich für eine Zahnbehandlung in Polen entscheidet, entscheidet sich auch für einen Auslandsaufenthalt. Je nach Art des Eingriffs ist die Überbrückung zweier Behandlungen vor Ort möglich. Da durch eine Zahnbehandlung kaum körperliche Einschränkungen zu erwarten sind, können in dieser Zeit die Sehenswürdigkeiten Polens erkundet werden.
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